Der Raum als unbewusster Stressor
Lärm, grelles Licht, visuelle Unruhe, kein Rückzugsort. Das Nervensystem arbeitet den ganzen Tag mit, auch wenn wir es nicht merken.
Raum · Organisation · Mensch · Nervensystem · Neurodiversität
Für mentale Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Zugehörigkeit
Ich übersetze neurowissenschaftliche Erkenntnisse in Raumkonzepte und unterstütze Unternehmen ganzheitlich auch bei neuroinklusiver Führung, Kultur und Organisation.
Manuela Hartmann, Gründerin von Neuroworkplaces
Dipl.-Ing. (FH) Innenarchitektur, Wirtschaftspsychologin (M.Sc.), Coach für Neurosystemische Integration®
Neurodiversität
Menschen unterscheiden sich darin, wie sie Informationen verarbeiten, Reize wahrnehmen und Energie einteilen. Diese neurobiologische Vielfalt nennt man Neurodiversität. Studien zufolge sind 15 bis 20 Prozent der Menschen neurodivergent, zum Beispiel mit ADHS, Autismus, Legasthenie oder Hochsensibilität. Ihre neurologische Entwicklung unterscheidet sich deutlich von der gesellschaftlich angenommenen Norm, die als neurotypisch bezeichnet wird.
15–20 %der Menschen sind neurodivergentund arbeiten in jedem Unternehmen, ob bekannt oder nicht.
Herausforderungen
Die meisten Arbeitsräume sind für ein durchschnittliches, neurotypisches Nervensystem geplant.
Das spüren neurodivergente Menschen zuerst, es belastet aber alle.
Lärm, grelles Licht, visuelle Unruhe, kein Rückzugsort. Das Nervensystem arbeitet den ganzen Tag mit, auch wenn wir es nicht merken.
Wer sich ständig an die Umgebung anpasst und Bedürfnisse überspielt (Masking), hat weniger Kapazität für Konzentration und Kreativität. Auf Dauer steigt das Risiko für Erschöpfung und Burnout.
Wer sich im Büro nicht wohlfühlt, weicht ins Homeoffice aus. Das entlastet, kann aber in die Isolation führen und Zusammenhalt und Bindung kosten.
Beim Raum bleibt es meist bei Noise-Cancelling-Kopfhörern und einem Ruheraum, dabei geht neuroinklusive Gestaltung weit darüber hinaus. Human Resources und Betriebliches Gesundheitsmanagement kennen die Bedürfnisse, Real Estate plant nach Fläche und Kosten. Selten bringt jemand beides zusammen.
„Räume wirken.
Die Frage ist nur, in welche Richtung: den Menschen unterstützend oder den Menschen überfordernd.“
Business Case
Fachkräftesicherung
Fachkräfte fehlen, und gleichzeitig arbeiten viele neurodivergente Menschen weit unter ihren Möglichkeiten oder finden keinen Zugang zum ersten Arbeitsmarkt. Dabei bringen sie Stärken mit, die Unternehmen dringend brauchen.
Mentale Gesundheit
Psychische Belastungen gehören zu den häufigsten Gründen für lange Ausfälle. Arbeitsbedingungen, die das Nervensystem berücksichtigen, beugen Erschöpfung vor, bevor Menschen ausfallen.
Innovation
Studien und Erfahrungen aus Unternehmensprogrammen zeigen: Vielfältige Teams sind innovativer, und neurodiverse Teams arbeiten produktiver und mit weniger Fehlern.
Universal Design
Gestaltung, die von Anfang an für möglichst viele Menschen funktioniert. Wie der abgesenkte Bordstein: gedacht für den Rollstuhl, genutzt mit Kinderwagen, Koffer und Fahrrad. So ist auch Neuroinklusion keine Sonderbehandlung. In einer schnelllebigen Arbeitswelt mit hohem Stressniveau entlastet sie alle.
Zukunftsfähigkeit
Sprachbasierte KI, steigende Informationsdichte und neue Arbeitsprozesse stellen neue Anforderungen an Büroflächen. Neuroinklusive Arbeitswelten erfüllen sie schon heute: Sie reduzieren Reizbelastung, ermöglichen unterschiedliche Arbeitsweisen und machen Flächen anpassungsfähig für morgen. Zugleich baut KI selbst Barrieren ab, etwa beim Strukturieren, Formulieren und Priorisieren.
Quellen: Austin & Pisano, „Neurodiversity as a Competitive Advantage“, Harvard Business Review, 2017 · Boston Consulting Group, „How Diverse Leadership Teams Boost Innovation“, 2018
Mein Ansatz
Neuroinklusion bedeutet echte Teilhabe für Menschen in ihrer ganzen Vielfalt. Sie gelingt, wenn Raum, Kultur, Führung und Organisation als ein System zusammenwirken und Barrieren darin gezielt abgebaut werden. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinem Nervensystem und seinen individuellen Bedürfnissen.
Das Zusammenspiel der vier Handlungsfelder entscheidet mit darüber, ob Menschen …
Passung
sich sicher und in ihrer Unterschiedlichkeit gesehen fühlen und ihre Stärken und Potenziale entfalten können
Anpassung
dauerhaft Energie aufwenden müssen, um sich an Arbeitsbedingungen anzupassen, die sich überwiegend an neurotypischen Normen orientieren.
Arbeitsräume mit unterschiedlichen sensorischen Reizniveaus, Rückzugsmöglichkeiten und echten Wahlmöglichkeiten.
Eine Meeting- und Kommunikationskultur, die unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt, psychologische Sicherheit schafft und in der niemand das Gefühl hat, sich verstellen zu müssen.
Führungskräfte, die individuelle Stärken und Bedürfnisse erkennen, klar und neuroaffirmativ kommunizieren, Orientierung und Sicherheit vermitteln und selbst reguliert bleiben.
Neuroinklusion strategisch verankert, von Arbeitszeitmodellen über Recruiting bis zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement: für Teilhabe, Prävention und Innovation durch vielfältige Teams.

Neuroinklusive Raumgestaltung
Licht, Akustik, Material und Möbel kennt jede Planung. Neu ist die Perspektive: Ich treffe jede Gestaltungsentscheidung aus Sicht des Nervensystems. Dadurch kommen oft andere Lösungen in die Auswahl, da der Mensch und sein Nervensystem im Fokus stehen und nicht mehr allein die Funktion oder das visuelle Design.
Das Ergebnis: Räume, die Menschen in ihrer Leistungsfähigkeit und Selbstregulation unterstützen, anstatt sie zu überfordern, sodass sie nicht permanent gegen eine unbewusste Reizüberflutung gegensteuern müssen.
Meine Leistungen
Wir starten dort, wo Sie gerade stehen: mit einem Vortrag, einer Analyse oder direkt in der Planung.
Von kleinen Anpassungen bis zum Neubau.
Awareness
Neuroinklusion verständlich machen, für Führung, HR, BGM und Planungsteams.
Individuell nach Umfang und Dauer · online und offline
Analyse
Wie wirkt Ihre Fläche heute, und was brauchen Ihre Mitarbeitenden?
Für Bestandsflächen · Umfang nach Fläche und Standorten
Planung
Für Bestand, Umbau oder Neubau, begleitend in allen Leistungsphasen nach HOAI.
Konzept · Leitlinien · Begleitung im Projekt
Organisation
Ein Raum wirkt erst richtig, wenn Kultur und Führung mitziehen.
Workshops · Begleitung · Programmaufbau

Meine Haltung
Ich arbeite stärken- und ressourcenorientiert und möchte dazu beitragen, Stigmatisierung und Barrieren abzubauen. Unsere Kinder sollen morgen eine Arbeitswelt vorfinden, in der ihre neurobiologische Vielfalt willkommen ist. Eine Arbeitswelt, in der sie ihre Potenziale leben können, statt sich kräftezehrend anpassen zu müssen. Eine Win-win-Situation für Gesellschaft, Unternehmen und das Individuum.
Die Gründerin
Ich verfüge über 20 Jahre Corporate-Erfahrung in Architektur, Workplace Consulting, Projekt- und Change-Management, überwiegend im Konzernumfeld.
Ich vereine drei Welten: Architektur, Wirtschaftspsychologie und fundiertes Wissen über die Neurophysiologie des Menschen aus der Körper- und Atemarbeit. Neurodivergenz kenne ich aus meiner Master- und Forschungsarbeit ebenso wie aus dem alltäglichen Leben als Teil einer neurodivergenten Familie.
Heute verbinde ich diese Perspektiven: wie Räume gebaut werden, wie Organisationen funktionieren, wie Veränderungsprozesse verlaufen und gut begleitet werden, wie unser Nervensystem darauf reagiert und was neurodivergente Menschen brauchen.
Meine Angebote für Privatpersonen, etwa neurodivergente Erwachsene und Eltern neurodivergenter Kinder, finden Sie unter manuelahartmann.one.
Kontakt
In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir:
Schreiben Sie mir kurz, worum es geht. Ich melde mich bei Ihnen.
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kontakt@neuroworkplaces.de